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2. August 2022
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Industrie und Gewerbe

Verhaltensergonomie – was hält mich im Arbeitsalltag gesund?

Bei Ergonomie denken die meisten Menschen an einen umfassend ausgerüsteten und optimal eingestellten Arbeitsplatz und die gute Organisation der Arbeitsabläufe. Vergessen wird oft, dass nebst ergonomischen Verhältnissen auch das Verhalten des Menschen enorm zu dessen Gesundheit und Wohlsein beiträgt. Verhaltensergonomie beschäftigt sich mit dem ergonomisch richtigen Verhalten des Menschen.

Arbeitgebende tun gut daran, der Fürsorgepflicht ihren Arbeitnehmenden gegenüber nachzukommen. Massnahmen zum Schutz der Gesundheit sind im Gesetz definiert. Zusätzlich finden sich viele hilfreiche Angaben mit Beispielen zum Thema Ergonomie auf den Webseiten der SUVA und des SECO (siehe Links anbei).

Meistens verfügen Arbeitnehmende heutzutage über gut eingerichtete Arbeitsplätze. Organisatorische Abläufe im Betrieb werden zudem bezüglich ergonomischer Gesichtspunkte durch Verantwortliche des betrieblichen Gesundheitsmanagements optimiert.

Vernachlässigt wird vielfach, das Personal ergonomisch im Verhalten entsprechend ihren Aufgaben zu instruieren. Die beste Ausrüstung nützt nichts, wenn sie nicht richtig angewendet wird. Dies gilt natürlich auch im Privaten, ein Beispiel dazu wäre, die Fahrradpedale auf die eigene Beinlänge einzustellen. Arbeitsabläufe, wie beispielsweise das Heben von Lasten, ist zu schulen, um die Gesundheit nicht zu beeinträchtigen. Jeder sollte sich die Frage stellen: Was kann ich selbst tun, um meine Gesundheit zu erhalten?

Mit der richtigen Hebetechnik wird der Rücken geschützt.
Quelle: Handy Wicaksono/Unsplash

Einstellung ist alles!

Nützlich sind die Wegleitung des SECO zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz und das vom SECO publizierte Prüfmittel Gesundheitsrisiken, welches10 wichtige Aspekte der Arbeitsplatzgestaltung aufzeigt. Zudem werden 5 Arbeitshaltungen und -bewegungen für die 5 Körperteile Rücken, Nacken, Schultern/Arme, Hände und Hüfte/Beine bewertet.

Eine ergonomisch sinnvolle und einfach Sache ist, öfter mal aufzustehen und sich zu bewegen! Die nächste Haltung ist die beste, das heisst, es hilft, die Position möglichst oft zu wechseln. Daneben gilt: Einstellung ist alles. Einerseits ist es sinnvoll, die Arbeitsmittel (Bürodrehstuhl, Arbeitstisch, Monitor, etc.) auf die eigenen Körpermasse einzustellen und anderseits eine innere gesundheitsbewusste Einstellung zu pflegen. Wirksam ist, auf Lebensgewohnheiten mit genügend Bewegung und Schlaf, gesunde Ernährung, ein gutes soziales Umfeld und auf gute Körperhaltungen und -stellungen zu achten, bei der Arbeit und privat. Wie wäre es mit einer Fahrradrunde oder einem Spaziergang in der Mittagspause?

Stehpulte für eine bessere und abwechslungsreiche Haltung.
Quelle: Thestandingdesk/Unsplash
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Gerne unterstützen wir Sie bei allen ergonomischen Anliegen. Wir empfehlen uns insbesondere für die Sensibilisierung und Schulung Ihres Personals.

Petra Mast
Kauffrau EFZ / Ergonomin CAS